Die Chain-of-Custody – was ist das?

Die Verarbeitungs- und Handelskette des Holzes wird Chain-of-Custody genannt Die Verarbeitungs- und Handelskette des Holzes wird Chain-of-Custody genannt © fotolia.de

Wichtig: Nicht das Produkt Holz wird zertifiziert, sondern:

  • Das forstliche Management, inklusive des Holztransports aus dem Wald bis an den Waldweg.
  • Die Verarbeitungs- und Handelskette des Holzes wird Chain-of-Custody genannt. Dies ist der Weg des Holzes vom Wald als Baum bis zum fertigen Produkt beim Endverbraucher. In dieser Kette stellt jeder einzelne Betrieb ein wichtiges Kettenglied dar.

Deshalb ist es notwendig, dass sich Betriebe, welche mit zertifiziertem Holz und zertifizierten Holzprodukten arbeiten beziehungsweise mit zertifizierten Produkten handeln, zertifizieren lassen.

Das bedeutet: Die Zertifizierung der Holz Verarbeitungs- und Handelskette (Chain-of-Custody) gewährleistet, das der Weg des Holzes innerhalb des gesamten Produktions-, Verarbeitungs- und Handelsprozess glaubhaft nachvollzogen werden kann:

  • Von den gefällten Bäumen aus zertifizierten Wäldern,
  • über die Verarbeitung in zertifizierten Sägewerken,
  • über die Herstellung von Holzprodukten durch zertifizierte Betriebe,
  • über den Handel durch zertifizierte Händler,
  • über die Bearbeitung und Verarbeitung des Holzes durch zertifizierte Produktionsbetriebe,
  • über die Endverarbeitung durch Handwerksbetriebe,
  • bis hin zum fertigen Produkt zur Auslieferung beim Endverbraucher.


Eine CoC-Zertifizierung nach dem PEFC-Standard ist eines der anerkanntesten und glaubhaftesten Siegel für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Ökologische, ökonomische und soziale Kriterien werden gleichermaßen berücksichtigt. Betriebe, welche eine solche Zertifizierung umgesetzt haben, erhalten hierüber ein eigenes Zertifikat. Um ein solches eigenes Zertifikat mühelos und kostengünstig zu erhalten, besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an unserer CoC-Gruppenzertifizierung.

Die Betriebe mit einem CoC-Zertifikat werden jährlich überprüft. Nur wenn alles korrekt umgesetzt wurde, wird das Zertifikat für ein weiteres Jahr verlängert.

Der Einzelnachweis: (k)eine Alternative!?

Wenn ein Bieter nicht nach PEFC-zertifiziert ist, kann er u. U. Holzprodukte von einem zertifizierten Betrieb einkaufen und für den entsprechenden Auftrag verwenden. Allerdings: Bei der Einzelnachweisregelung muss durch die Bieter auf deren Kosten belastbar sichergestellt werden, dass es bis zum Endpunkt der Produktkette (beispielsweise beim endverarbeitenden Handwerker) zu keiner Vermischung von zertifiziertem mit nicht zertifiziertem Holz gekommen und die Legalität und Nachhaltigkeit der Herkunft der Produkte nachgewiesen ist.

Diese Nachweise müssen

  • bei der Bundesbeschaffung sowie diesen Erlass anerkennender Bundesländer, Kommunen usw. durch eine (Dokumenten-)Prüfung - ausschließlich durch das Thünen-Institut in Hamburg oder das Bundesamt für Naturschutz in Bonn - geprüft und bestätigt werden,
  • bei der Berliner Beschaffung ausschließlich durch unabhängige und bei PEFC akkreditierte Institutionen/Gutachter (wie TÜV Rheinland DIN Certco) geprüft und bestätigt werden.


Hierzu Ulrich Bick* vom Thünen Institut Hamburg (Quelle: Holz-Zentralblatt, Nummer 12, vom 24. März 2016, Seite 323):

„Im Rahmen seiner Beratung empfiehlt das Thünen-Institut den Bietern auch zu prüfen, ob es für sie u. U. nicht sinnvoller sein kann, den einfacheren Weg der betrieblichen Produktkettenzertifizierung zu wählen. Für Berlin bieten mittlerweile der FSC® als auch das PEFCTM eine Gruppenzertifizierung zu einem finanziell vertretbaren Aufwand an, welche sich schon bei der Teilnahme an wenigen öffentlichen Ausschreibungen gegenüber den häufig komplexen Einzelnachweisprüfungen rechnen kann.“

* Ulrich Bick ist Mitarbeiter des Instituts für internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie sowie des Kompetenz-Zentrums Holzherkünfte des Thünen-Instituts.

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